Klaus Lorenz
hat sich auf die Suche gemacht und einen Schatz gefunden. Dabei ist der
erste Vorsitzende der Don-Bosco-Bürgerstiftung „Mit Herz und Hand“
selbst überrascht, welche Juwelen in seinem Stadtteil verborgen waren.
Zusammen mit drei Mitarbeitern und einer etlichen Anzahl von Ehrenamtlichen
hat er die Ausbeute in einem handlichen Wegweiser zusammengefasst. Gestern
wurde der „Stadtteilkompass Wersten“ der Öffentlichkeit vorgestellt.
Alle sozialen
Angebote auf einen Blick
Die
Zahlen sind beeindruckend. Auf 64 Seiten fasst der Stadtteilführer
in 13 Kapiteln 160 Anbieteradressen und 250 soziale, gesellschaftliche
und kirchliche Angebote für alle Lebenslagen zusammen. „Das ist mehr,
als wir erwartet haben. Wir haben alleine 28 Kulturangebote und 19 Adressen
für Sport und Bewegung in Wersten aufgetan“, freut sich Schatzsucher
Lorenz.
Die
rund 3000 Euro Produktionskosten stemmte er mit Hilfe von Sponsoren und
der Stadt - oder mit hilfsbereiten Unternehmern aus dem Stadtteil, wie
zum Beispiel einer alteingesessenen Druckerei, die die Druckkosten auf
einen Selbstkostenpreis senkte. Den Titel schmückt eine Collage von
Willi Schumacher - eine Leihgabe der Werstener Jonges.
„Der
Stadtführer ist ein lebendiges Beispiel dafür, wie wir uns die |
Stadtteilentwicklung
vorstellen“, lobt auch Michael Esser, Vorstand der Caritas, „weil er die
drei großen Ziele unserer gesellschaftlichen Arbeit abdeckt: mehr
Beziehungen, tiefere Vernetzung und Hilfe zur Selbsthilfe.“ So finden sich
beispielsweise Angebote wie der „Gesprächskreis griechischer
Frauen“ neben Musikangeboten für Kinder und Erwachsene und verschiedene
Netzwerke für Senioren. Noch
mehr, wie etwa eine Liste aller Arztpraxen im Stadtteil, sowie die Online-Ausgabe
des Kompasses gibt es auf der Website: www.herz-und-hand-wersten.de.
Wir
denken sogar darüber nach, im nächsten Jahr eine Kontaktbörse
ins Netz zu stellen“, überlegt Lorenz laut. Zunächst einmal geht
es aber um die Verteilung des aktuellen Nachschlagewerkes. Die 7500 Stück
kommen in den nächsten Tagen mit den Pfarrbriefen in die Werstener
Briefkästen, den Rest gibt es bei den Weihnachtsgottesdiensten. Besonders
wichtig ist Lorenz, dass auch die sozialen Brennpunkte des Stadtteils mit
dem Kompass versorgt werden.
Außerdem
hofft er, dass die Werstener Übersicht auch in anderen Stadtteilen
Schule macht. „Da sind bestimmt auch noch einige Schätze zu heben“,
gibt er sich zuversichtlich. Das Know-how für eine erfolgreiche Schatzsuche
geben er und sein Team gerne weiter. |